Stadtverband Münzenberg    
    HomeHome    KontaktKontakt    ImpressumImpressum   

Interner BereichIntern

 

 

Bericht

GELUNGENE C D U TAGESFAHRT AN DEN EDERSEE
Mit mehr als 50 gut gelaunten Teilnehmern/innen startete der CDU-Stadtverband Münzenberg am vergangenen Samstag seine Tagesfahrt an den Edersee und dem Nationalpark Kellerwald.

[18.06.17] Nach ca. 1,5 Stunden Fahrtzeit erreichte man bester Laune das Nationalparkzentrum Kellerwald in Herzhausen. Traditionell wurde zunächst ein herzhaftes Frühstück mit heimischen Spezialitäten als gute Grundlage für einen interessanten, erlebnisreichen Tag eingenommen.
Der anschließende Besuch des Nationalparkzentrums bot unterstützt von moderner Technik über die einzelnen Stationen einen wunderbaren Einblick in die Natur dieser Region mit seiner Flora und Fauna. Der abschließende Film in 3 D /4 D-Technik war für alle ein Erlebnis und hinterließ einen nachhaltigen Eindruck über dieses schöne Stückchen Erde. Nach einem schmackhaften Mittagessen im Gasthaus Kohlberg ging die Fahrt weiter an den Edersee, wo an der „Halbinsel Scheid“ eine einstündige Schifffahrt unternommen wurde. Der Edersee, auch Ederstausee genannt, ist mit 11,8 Quadrat-Km Wasseroberfläche und mit 199,3 Mio. cbm Stauraum der flächenmäßig zweit-und volumenmäßig drittgrößte Stausee in Deutschland und liegt am Fuldazufluss Eder hinter der 48 m hohen Staumauer der Eder Talsperre unweit dem Städtchen Waldeck im Landkreis Waldeck-Frankenberg in Nordhessen. Der Stausee ist insgesamt 28,5 km lang und seine Uferlänge misst 69,4 km. Die tiefste Stell im See liegt bei ca 42 m. Zweck der Talsperre ist in erster Linie die Wasserbereitstellung für die Bundeswasserstrassen Oberweser und Mittelandkanal. Daneben dient sie auch dem Schutz der Unterlieger gegen kleine und mittlere Hochwasserereignisse, der Gewinnung elektrischer Energie und natürlich auch der Erholung. Überragt vom Schloss Waldeck bildet der Edersee mit seiner Umgebung ein großflächiges Freizeitgebiet, was von vielen Besuchern aus dem In-und Ausland gerne genutzt wird. Der Bau der Talsperre der zwischen 1908 und 1914 stattfand kostete rund 25 Mio Mark und wurde am 01.April 1905 unter Kaiser Wilhelm II. in Berlin mit der Verabschiedung eines Wasserstraßengesetzes beschlossen.
Etwa 900 Menschen im Bereich des Stausees mussten ihre Heimat aufgeben und sich an anderer Stelle niederlassen. Die Dörfer Asel, Berich und Bringhausen, die im Tale der Eder lagen, wurden – nachdem sie abgerissen oder abgetragen waren – an höher gelegeneren Orten oberhalb des neu entstehenden Eder Sees recht aufwändig und liebevoll neu errichtet. Von den Dörfern Nieder-Werbe und Herzhausen wurden Teile überflutet und die Bewohner jeweils in der Nähe in neue Höfe und Häuser umgesiedelt.
Bei extremem Niedrigwasser sind nach wie vor guterhaltene Teile/Reste der seinerzeit überfluteten Dörfer zu sehen u.a. die Bericher Klosterkirche, der Friedhof Bringhausen und eine noch guterhaltene Eder-Brücke bei Asel kann sogar noch begangen werden. Aufgrund des leider überall spürbaren Klimawandels führt der Edersee häufig, wie auch momentan, Niedrigwasser, was eine ganz Reihe von Einschränkungen mit sich bringt. Während des zweiten Weltkrieges wurde die Staumauer am 17.Mai 1943 durch die britische Luftwaffe mit Spezialbomben stark beschädigt und hat das untere Edertal durch eine 6 bis 8 m hohe Flutwelle stark in Mitleidenschaft gezogen. In den betroffenen Ortschaften kann man heute an den Hauswänden noch teilweise die aufgetragenen Pegelstände der damaligen Überflutungskatastrophe sehen.
Weiter ging Fahrt an die Ostseite der Staumauer bis zum UNIPER-Wasserkraftwerk - und mit der Bergbahn (Standseilbahn) ging es anschließend zum Aussichtspunkt Peterskopf (507 m ü NN), Hochspeicherbecken und der Jausenstation „Zum Waldbölker“. Die Standseilbahn diente in früheren Jahren als Transportmittel um neben Mitarbeitern, Arbeitsgerät und Material des Kraftwerks auch die Elemente der gigantischen, doppelten Druckrohrleitung zu befördern, um das Kraftwerk im Tal mit dem Oberbecken auf dem Peterskopf zu verbinden. Erst im Jahre 1983 wurde die Peterskopfbahn auch für touristische Zwecke freigegeben. Seit dieser Zeit dient sie neben ihrer Funktion als Güterbahn überwiegend dem Personentransport (Fassungsvermögen 54 Personen). Die Schienenstrecke der Peterskopfbahn ist 917 m lang und überwindet 290 m Höhenunterschied bei bis zu 45,5 % Gefälle! Angekommen auf dem Peterskopf nutzten viele Teilnehmer dies zu einem Rundgang auf dem Hochplateau, um anschließend zu einem guten Schluck in der Jausenstation einzukehren.
Im Anschluss an die Talfahrt wurde wohlgelaunt und voller neuer Eindrücke die Rückreise nach Münzenberg angetreten, wo man wohlbehalten gegen 19.30 h wieder eintraf.
Mit herzlichen Dankesworten verabschiedet Reiseleiter Jens Thebes die Teilnehmer/innen und den Busfahrer Ralf von Firma Gimmler. Mit einem kräftigen Applaus ging man auseinander und hofft auch im nächsten Jahr wieder bei der Tagesfahrt der CDU mit an Bord zu sein. Erst Überlegungen bezüglich eines neuen Reisezieles wurden bereits angestellt und werden rechtzeitig bekannt geben.
Traditionell sind alle Teilnehmer und Interessenten zum Gänseessen des CDU-Stadtverbandes am 12.November 2017 /18.00 Uhr ins Gasthaus „Zum Adler“ in Gambach eingeladen. Hier wird es dann wiederum einen Reiserückblick mit zahlreichen Fotos, die wiederum von Chefphotograph Werner Godglück erstellt und aufbereitet werden, geben. Weitere Fotos, die ggf. von anderen Mitreisenden gemacht worden sind, sind hierzu herzlich willkommen bzw. können gerne vorab abgegeben werden.

C D U - STADTVERBAND MÜNZENBERG
i.A. des Vorstands
Heinz REUHL – Stv. Vorsitzender




GRUPPENFOTO der Reisegruppe – C D U Tagesfahrt an den Edersee




Zurück Zurück

Seite druckenSeite drucken

 

Ticker